Zur Navigation


Ultraschall-Wundbehandlung bei uns in Traismauer

Die Ultraschall-assistierte Wundreinigung

Eine Wundheilungsstörung erfordert regelmäßige Wundreinigung, eine, wenn notwendig, systemische Infektbekämpfung sowie granulationsfördernde und die Epithelisierung beschleunigende Maßnahmen.

Im Folgenden soll auf die Wundreinigung näher eingegangen werden. Der Begriff „Wunde“ bezieht sich hier im Wesentlichen auf oberflächliche Defekte ohne Verbindung zu Körperhöhlen oder inneren Organen.

Eine Entfernung von lose auf dem Wundgrund aufliegenden nekrotischen Materials sowie von Wundsekret gelingt durch Spülen. Hierzu können z. B. Ringer-Lösung oder desinfizierende Lösungen über die Wunde gegossen werden.

Fest haftende Beläge und faserreiche Nekrosen müssen mechanisch abgetragen werden. Die folgenden Maßnahmen sind u. U. für den Patienten sehr schmerzhaft und nicht ohne geeignete Anästhesie durchführbar. Hierzu zählen das einfache Abwischen mit sterilen Kompressen, Abtragen mit Schere und Pinzette, Kratzen mit dem ‚Scharfen Löffel’ sowie ein radikales Ausschneiden nekrotischen Materials mit dem Skalpell im Operationssaal.

Nur eine saubere Wunde kann zur Abheilung gebracht werden.

 

Wir in Traismauer kennen die Vorteile der Ultraschall- Wundheilung

Die erzeugte Ultraschallenergie wird in der Kontaktzone zwischen Sondenspitze und dem Biogewebe umgesetzt. Durch Ultraschall erzeugte Schwingungen können prinzipiell thermische und direkte mechanische Effekte sowie Kavitationen (lat. cavitare „aushöhlen“) auslösen. Während thermische Effekte bei der Ultraschallwundreinigung vernachlässigt werden können, bewirken die direkten mechanischen Effekte in Verbindung mit der gleichzeitigen Flüssigkeitszufuhr über den Zentralkanal der Sonde eine Verstärkung des Spüleffektes.

Bei den Kavitationen handelt es sich um ein zyklisch implodierendes Mikrovakuum, erzeugt ab einer bestimmten Schallintensität durch die schnellen Schwingungen der Sondenspitze und während der Ultraschallwundreinigung nur in bestimmten Geweben auftretend. Diese Mikroimplosionen bewirken eine Form- und Zustandsänderung im Gewebe, die zur Zerstörung von Bakterien, Viren und Pilzen sowie zur Mobilisierung von Zell- und Gewebsfragmenten führt. Die Gewebeselektivität schont dabei Gefäßwände und Nervengewebe.

Bei der alltäglichen praktischen Anwendung zur Wundbehandlung in unserem Zentrum wird die zu reinigende Wundfläche zunächst mit einem Lokalanästhetikum abgedeckt. Nach entsprechender Einwirkzeit erfolgt dann die Ultraschallwundreinigung. Aufgrund einer möglichen Aerosolbildung trägt das Bedienpersonal Schutzkleidung.

Die medizinischen Vorteile der Ultraschall-assistierten Wundbehandlung liegen in der nicht läsionalen Reinigung, der zusätzlichen Tiefendesinfektion durch die bakterizide Wirkung der Kavitationen bei gleichzeitiger Ausschwemmung von Bakterienrasen und abschottenden Fibrinbelägen. Dies fördert die Wundheilung und bewirkt durch Neutralisierung des sauren Wundmilieus eine nachhaltige Linderung des  Wundschmerzes.